Revolutionssteuer

 

Liebe Leute!

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Infoladen Salzburg
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Dringend wärs…

Solidarische Grüße
Infoladen Salzburg

P.S.: Dieses charmante Rundschreiben darf gerne weitergeleitet werden.

Constance x Harm Soli-Tape

Am Nationalfeiertag 2016 versuchten Antimilitarist_innen in Salzburg gegen das nationalismus- und kriegsverherrlichende Spektakel der Bundesheer Leistungschau ein Zeichen zu setzen. Daher entrollten sie am Mozartsteg ein Transparent mit der Aufschrift: „Soldaten sind Mörder! Nationalismus raus aus den Köpfen!“ Der gewaltfreien Aktion setzte der gewaltbereite Repressionsapparat des Staates ein Ende: ca. 40 Beamt_innen gingen auf die 7 Aktivist_innen los und nahmen sie fest, wodurch ein Aktivist zu Boden geschmissen und von den Beamt_innen übel zugerichtet wurde. Obwohl die Transparent-Aktion im Rahmen der Versammlungsfreiheit war und somit dem Polizeieinsatz jegliche rechtliche Grundlage fehlt, erhielt genau jener attackierte Aktivist 15(!) Monate später von der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen „Widerstand gegen die Staatsgewalt“. 12 Monate lang versuchte er sich durch mehrere Verhandlungen gegen diese Anzeige zu wehren, blieb jedoch leider erfolglos.

Um unseren Genossen zu unterstützen, haben wir mit ihm gemeinsam beschlossen seine Erfahrung mit staatlicher Repression auf humorvolle Art und Weise zu vertonen und um sie dann auf Kassette mit euch zu teilen. Mit den Einnahmen dieser Kassetten werden die noch offenen Anwaltskosten bezahlt.

Getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle!

Soli-Tape-Release: Samstag, 6. Juli 2019 im Anna96. Hier geht’s zur Veranstaltung!

Das Album zum Anhören gibt’s auf Bandcamp.

Rosa Hofmann

Heute, am 27. Mai 2019, wäre Rosa Hofmann 100 Jahre alt geworden. Im Stölzlpark in Maxglan wird heute das Denkmal für Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus eröffnet.

Passend zum Thema teilen wir hier einen Comic von Ari über Rosa Hofmann.

Liberation-Tour 2019 – Von Mittenwald nach Distomo

2019 jähren sich die NS-Kriegsverbrechen der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in Distomo, Pyrgoi und Klissoura (Griechenland) zum 75. Mal. Bei den Massakern wurden hunderte Menschen von den Nazis ermordet.

Für genauere inhaltliche Infos legen wir euch den Mittenwalder Landboten ans Herz – den gibt’s hier zum Download. Die Print-Version findet ihr zu Öffnungszeiten im Infoladen und im Anna96.

Thematisiert werden u.a. die Massaker in Griechenland, Kämpfe um immer noch nicht beglichene Entschädigungszahlungen von Deutschland und die SS-Gedenkfeiern. Außerdem gibt’s dort eine größere Auflistung der kommenden Veranstaltungen.

Der Auftakt der diesjährige Liberation-Tour findet in Salzburg statt. Am Montag, 3. Juni gibt’s eine Veranstaltung mit Vortrag und Film. Mehr Infos.

Hier geht’s zur Facebook-Seite des AK Angreifbare Traditionspflege. Dort findet ihr auch genaueres zu weiteren Veranstaltungen.

Bericht zum 8. März 2019

Am 8. März fand in Salzburg eine Demo zum internationalen feministischen Kampftag statt. Es gingen rund 100 bis 150 Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, trans und non-binary Leute für eine gerechte Aufteilung der Sorgearbeit, Selbstbestimmung bei Sexualität, Geburt und Schwangerschaftsabbruch sowie ein Ende jeglicher sexistischer, rassistischer, ableistischer, homosexuellen-, inter- und transfeindlicher Gewalt auf die Straße. Im Vergleich zu den Demonstrationen der Vorjahre haben wir uns also vervielfacht! Es ist eine erfreuliche, aber auch notwendige Entwicklung, gerade unter den aktuellen Verschärfungen und Bedrohungen, unter anderem durch die derzeitige Regierung.

Die Route führte von der Neuen Mitte Lehen teilweise gegen die Einbahn über den Hauptbahnhof zum Mirabellplatz. Die Redebeiträge thematisierten unter anderem das Recht auf Schwangerschaftsabbruch, Sexarbeit und die Verstrickungen von Rassismus und Sexismus sowie Transfeindlichkeit. Die Redebeiträge werden die nächsten Tage auf unserem Blog veröffentlicht: 8maerz2019.noblogs.org Den Redebeitrag von Christine Nagl zu Sexarbeit hört ihr voraussichtlich nochmal bei der nächsten Donnerstagsdemo am 14. März in Salzburg.

Ein fälschlicherweise als Max-Ott-Kreisverkehr bekannter Kreisverkehr wurde im Zuge der Demo kurzerhand für mehrere Runden besetzt und von Aktivistinnen zum „Kreisverkehr zum 8. März“ korrigiert. Bis heute (10. März) werden Verkehrsteilnehmer_innen mit einem Schild darauf aufmerksam gemacht.

Das anschließende Konzert und die Party im Shakespeare boten Bühne für sluf, Susi Molotow, Wie 1 Vogel eins und DJ Ronit Rockit. Wir empfanden einen Raum, den wir uns ausschließlich mit Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, trans und non-binary Menschen teilten, als bestärkend und wünschen uns mehr davon! Halten wir Ausschau nach weiteren feministischen Veranstaltungen und bilden wir viele weitere Banden um gemeinsam eine noch größere, kritischere und gefährlichere Bewegung zu werden! Feuer und Flamme dem Patriarchat!

(Es gab mehrere Rückmeldungen zu Aufruf, Demo und Party an uns – wenn auch ihr Feedback habt, freuen wir uns darüber: Bitte an 8maerz2019@systemli.org, bestenfalls bis 14. März. Wir wollen als Orga-Kollektiv darüber reflektieren, uns gegebenfalls auf unserem Blog dazu äußern und die neuen Erkenntnisse in unsere zukünftige Arbeit einfließen lassen.)

Aus den Tiefen des Archivs #1: 30 Jahre TATblatt

Und wieder ein Artikel vom Infoladen-Blog. Schaut in Zukunft öfter mal dort vorbei, es werden jetzt mehr Sachen veröffentlicht.

Es gibt Dinge, die völlig zu Unrecht zu wenig beachtet werden. Zum Beispiel das Archiv im Infoladen: in über 200 Kartons befindet sich ein umfangreiches Archiv zu den sozialen Bewegungen in Österreich und den angrenzenden Regionen seit den 80er Jahren. Das Archiv kann während der Öffnungszeiten benützt werden, einfach vorbeikommen und nachfragen.

Empfehlung der Woche:

Alles über das Böse auf der Welt“: TATblatt, Karton Nr. 5.

Unsere fast vollständige TATblatt-Sammlung umfasst 6 Kartons inklusive der allerersten (1988) bis zur letzten Ausgabe (2005). Das TATblatt begann vor ziemlich genau 30 Jahren als Projekt der schnellen Gegeninformation nach dem Studierendenstreik 1987/88. Die Zeitschrift erschien in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in Wien, mit Untertiteln wie „Projekt Zweitagszeitung zur Verbreitung unterdrückter Nachrichten“, „Alles über das Böse auf der Welt“ und „Nachrichten aus dem Widerstand“. Wikipedia weiß:

„Vom BVT wurde das TATblatt […] jahrelang als linksextremistische Zeitschrift eingestuft. Das TATblatt war die einzige Zeitung in Österreich, die Anschlagserklärungen der militanten Linken in Österreich im Originaltext abdruckte.“

In Karton Nr. 5 gibt’s TATblätter von 1999-2003, also aus der Zeit kurz vor der ersten Runde FPÖVP-Koalition bis mittendrin in der Scheiße. Interessant: Berichte von den damaligen Donnerstagsdemos, und in den Ausgaben von 2001 einiges über die Proteste gegen den WEF-Gipfel in Salzburg. Teaser: Festnahmen, Fahnenstangen, unsolidarische Bündnispartner_innen, Belagerung der Salzburger FPÖ-Zentrale u.a. durch Punker_innen, etc.

Infoladen Lesestoff #1

Dieser Text stammt vom empfehlenswerten Infoladen-Blog.

Der Infoladen informiert: Hier findet ihr ab jetzt regelmäßig eine kleine Textsammlung zum Wochenstart. Unter der Rubrik >Infoladen Lesestoff< sammeln wir für euch Links zum politischen Tagesgeschehen, zu aktuellen und zeitlosen Debatten der autonomen Linken und sonstiges Lesenswertes. Nutzt zum anonymen Surfen am Besten den TOR-Browser, kamma sich hier ganz leicht runterladen.

Dass sich in Salzburg allerlei christlich-fundamentalistisches Gesocks tummelt, dürfte sich schon herumgesprochen haben. Human Life International (HLI) mit ihren 1000-Kreuze-Märschen, die Petrusbrüder, die Missionare vom kostbaren Blut, die Jugend für das Leben mit ihren „Schuleinsätzen“ und die Loretto-Gemeinschaft als Fundi-Kaderschmiede mit Spezialgebiet Exorzismus sind nur einige Xichter einer vielköpfigen Hydra, deren Hinterteil sich bei genauerer Betrachtung als die katholische Kirche entpuppt. Einer dieser Hydra-Köpfe musste letztens eine saftige Watschn einstecken: Der „Sexualkundeverein Teenstar“ darf bis auf weiteres nicht mehr unter einem hippen Deckmäntelchen seine hinterschattige homosexuellenfeindliche und sexistische Propaganda an Salzburger Schulen verbreiten. Der Falter veröffentliche interne Schulungsunterlagen des Vereins als „Teenstar Leaks“ (online ohne Abo leider nur zum Teil einsehbar, falls wer die aktuelle Printausgabe hat, wärs sehr cool, wenn ihr die im Laden vorbeischmeißen könntet.).

In Zeiten des anti-feministischen Backlash ist es äußerst erfreulich zu lesen, dass sich international feministischer Widerstand formiert: In Spanien streikten am 8. März dieses Jahres über 5 Millionen Frauen* gegen Machismo, gegen sexualisierte Gewalt und ökonomische Ausbeutung. Auch in Schland arbeiten Feministinnen an einer Organisierung für einen bundesweiten Frauen*streik. In Wien gibt es auch derartige Bestrebungen. Also, liebe Salzburger Feministinnen, FrauenLesben, Inter- und Trans-Menschen wie wärs? #frauenstreik

Du bist auf einer Demo um für eine bessere Welt zu kämpfen – und irgendwelche Bürgis haben nichts Besseres zu tun als dich wegen deines Outfits anzupöbeln und dich als Gewalttäter_in hinzustellen, nur weil du dich selbstverständlich in dezentem Schwarz in Schale geworfen hast. Dabei warst du gerade eh gar nicht dabei, Pflastersteine auf die Bullen zu werfen (passiert in Salzburg bekanntlich sehr oft – I wish), sondern hast nur ganz brav ein Transpi spazierengetragen. Kennst du? Falls du dich auf einem nicht ganz so tiafen Niveau mit dem Thema Vermittelbarkeit von Militanz auseinandersetzen möchtest, empfehlen wir dir einen Artikel aus der aktuellen Interim Nr. 799, Seite 31. Gibts nur in Papierform, musst du in den Infoladen kommen. Die Autor_innen meinen, dass die Vermittelbarkeit von Aktionen von den gesellschaftlichen Bedingungen abhängen, unter denen sie stattfinden:

„Es lässt sich darüber reden, ob sich zum Beispiel das linksliberale Bürgertum […] durch die Aktion insgesamt eher unserer Sache zuwendet oder eher verschreckt wird, wenn sie vor dem zerstörten Fahrscheinautomaten stehen. Sollte man lieber weniger drastische Mittel nutzen, um ein freundliches Bild des Widerstandes zu vermitteln? Was werden dann aber die kriminellen Jugendgangs denken, wenn statt eines zerstörten Fahrscheinautomaten nur ein paar Flyer aus Solidarität herumgeschmissen werden?“

Und als Antwort/Ergänzung dazu folgenden Text aus dem Autonomen Blättchen Nr. 34, Seite 22. Dafür solltest du den TOR-Browser benutzen. Ernsthaft.

Das wars. Bis näxte Woche.

#noS20: Der Gipfel ist vorbei, die Repression hält an

Wir teilen einen Beitrag von Indymedia.

Solidarität ist eine Waffe!

Um diese effektiv zu nutzen gibt es nos20soli.blackblogs.org. Hier findet ihr aktuelle Infos, eine Kontaktmöglichkeit und Unterstützungsmöglichkeiten zur Solikampagne für die Betroffenen von Repression bei den noS20-Protesten.

Aktuell freuen wir uns v.a. über

– Soliaktionen. Schickt die uns gerne, damit wir sie an den Gefangenen und die Betroffenen weiterleiten können.

– Soligeld. Überweist uns das bitte auf folgendes Konto:

Förder_innen des Salzburger Social Forum

Verwendungszweck: Soli20
IBAN: AT59 2040 4000 4148 1821
BIC: SBGSAT2SXXX

Solltet ihr selber bei den Protesten dabeigewesen sein und Post von Staatsanwält_innenschaft und Polizei bekommen, bewahrt Ruhe, macht von eurem Recht auf Aussageverweigerung gebrauch, meldet euch bei euren lokalen Rechtshilfestrukturen und bei uns, damit wir eine gemeinsame starke Antwort darauf geben können!

Getroffen hat es einige – gemeint sind wir alle!

noS20 Soligruppe

#noS20: Anreise, Rechtshilfe / EA und Stadtplan

Übermorgen ist es soweit. Zeit um die letzten Vorbereitungen zu treffen:

Hier findet ihr Infos zur gemeinsamen Anreise aus anderen Städten und Zugtreffpunkte.

Hier findet ihr die Aktionskarte.

Die Rechtshilfenummer (Ermittlungs-Ausschuss) ist ab 19. September um 10 Uhr erreichbar. Die Nummer lautet 0043 681 104 866 84. Schreibt sie euch mit einem wasserfesten Stift auf den Körper! Mehr Infos und den Rechtshilfe-Fyler findet ihr hier.

Generell: Schaut am besten immer wieder mal auf nos20.blackblogs.org vorbei. Auch ein heißer Tipp: Auf Twitter und co. den Hashtag #nos20 im Auge behalten. Voraussichtlich werden dort neue Infos am schnellsten veröffentlicht. Hier geht’s zum #nos20 Twitter Account.

Wir sehen uns auf der Straße!