Solidarische Grüße an Lina, Jo, Dy und alle anderen

Ein Haufen vermummter Leute mit rotem bengalischem Feuer vor einem Graffiti. Text des Graffitis: Nazis auf's Maul! Konsequenter Antifaschismus ist notwendig! Freiheit für Dy, Jo, Lina und alle anderen! soli-antifa-ost.org – Daneben ist ein Anarchie A gesprüht.

Wir senden solidarische Grüße aus Salzburg an alle, die gerade wegen ihres konsequenten Antifaschismus im Visier der Repressionsorgane stehen. Wir grüßen herzlich Jo und Dy, die vor kurzen zu sehr langen Haftstrafen verurteilt wurden. Grüße gehen auch an Lina und die anderen Angeklagten im Antifa Ost Prozess.

Weitere Informationen findet ihr auf den Blog Adressen www.soli-antifa-ost.org und notwendig.org

Nazis aufs Maul!

Via Indymedia

Das flit*z löst sich auf

Liebe alle!
Wir möchten euch auf diesem Weg mitteilen, dass wir aus verschiedenen Gründen unsere Arbeit als Kollektiv flit*z beendet haben. Die Spenden, die wir über die Jahre von euch bekommen haben, werden auf andere feministische Projekte in Salzburg aufgeteilt.

Zur Verhandlung am 19. Juli: Schuldspruch, aber keine Haftstrafe

Foto-Aufnahme bei der Kundgebung vor Gericht. Leute halten ein schwarzes Transparent mit Anarchie-A und der Aufschrift "Graffiti is class war. NoLuckAfterDark.noblogs.org"

Heute, 19.7.2021, fand am Landesgericht Salzburg die Gerichtsverhandlung gegen zwei Anarchist_innen statt, denen vorgeworfen wurde, Graffiti gegen Bullen und Repression und für einen Mietstreik gesprayed zu haben.

Beide wurden verurteilt: eine Person zu 8 Monaten auf Bewährung, die andere Person zu 2 Monaten auf Bewährung, jeweils mit 3 Jahren „Probezeit“. Die befürchtete unbedingte Haftstrafe ist nicht eingetreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Beide verweigerten während der Gerichtsverhandlung die Aussage und machten nur kurze politische Statements, die wir unten dokumentieren.

Beim Landesgericht gab es zeitgleich eine solidarische Kundgebung von ca. 35 Leuten. Gezeigt wurden Transpis mit den Inhalten „Graffiti is Class War“ und „Anarchist Graffiti Solidarity.“

Die beiden Angeklagten bedanken sich für die Solidarität, die sie in den letzten Wochen und Monaten erfahren haben!

„Am 11.11.2021 wurden bei der Hausdurchsuchung in meiner Wohnung Notizen zum Thema Mietstreik und anarchistische Symbole gefunden. Uns ist bewusst, dass unsere politische Haltung uns ohnehin als schuldig erscheinen lässt. Anarchistin zu sein, ist das Gegenteil von strafmildernd. Oft reicht das alleine für Verfolgung: Am selben Abend wie die Hausdurchsuchung bei mir wurde in Belarus der Blogger Nikolai Dedok in seiner Wohnung festgenommen und gefoltert, weil er Anarchist ist. Ja, ich will eine Welt, in der Eigentum nicht mehr über den Menschen steht. In diesem Sinne bin ich weder schuldig, noch unschuldig.“

„Grundlegend ist die Frage des Eigentums, wem gehört die Stadt? Konzerne und Parteien mit finanziellen Mitteln kaufen sich öffentlichen Raum, um sinnlose und schädliche Produkte zu verkaufen oder Hetze zu betreiben. Ohne Geld sich im öffentlichen Raum zu äußern ist illegal. Die ganze Stadt ist voll mit Graffiti an Wänden. Vieles finde ich gut, stehe dahinter, andere find ich scheiße. Die Tags sind wichtig für den öffentlichen Raum. Weder schuldig noch unschuldig.“

https://noluckafterdark.noblogs.org/

Auflösung des ANNA96-Kollektivs

Wir, das Kollektiv Anna 96, geben hiermit bekannt, dass wir uns mit sofotiger Wirkung als Gruppe auflösen und ab sofort nicht mehr die Beisl-Räumlichkeiten in der AWF bespielen. Die Gründe hierfür sind zum Einen, dass wir die an uns gestellten Erwartungen nicht erfüllen konnten und wir nicht mehr in der Lage waren die 1000 Euro Miete im Monat aufzubringen.

Wir bedanken uns bei unseren Freund_innen und Besucher_innen für die Unterstützung in den letzten Jahren.

Wir wünschen denen, die den Raum übernehmen werden, alles Gute!

Euer Beisl ANNA96

Demobericht: Delogierungen stoppen! / Soli-Foto für Effi 29

Ansicht der Demo bei der Neuen Mitte Lehen. Auf dem schwarzen Front-Transparent sieht man ein Anarchie-A und die Aufschrift "Delogierungen stoppen!" Hinter dem Transparent sind viele Fahnen zu sehen, unter anderem eine Anarcha-Feminismus-Fahne. Die Leute am Foto sind verpixelt.

Wir haben am Samstag 29.5. in Salzburg Lehen gegen Delogierungen (Zwangsräumungen) demonstriert. Wie wohl auch anderswo hat die Zahl der Räumungsverfahren in der Stadt Salzburg in letzter Zeit zugenommen. Wir wollen dieser menschenverachtenden Praxis entgegentreten. Die Demo trat klar antikapitalistisch auf. Wir machten auch klar, dass wir vom Staat keine wirklichen Lösungen erwarten, weil wir ihn als Teil des Problems sehen. Es gab Reden zur aktuellen Wohnungspolitik in Salzburg, zur Eigentumsfrage und zu direkten Aktionen gegen Delogierungen. Nach der Demo wurden noch Soli-Fotos für die angeklagten Besetzer:innen der Effi29 in Bern (anarchistisch.ch/Veranstaltungen/prozess-effi29) sowie für die Zapatistas auf dem Weg nach Europa (zapalotta.org) aufgenommen.

Am 11. Juni zeigen wir übrigens einen Film zum Thema Widerstand gegen Delogierungen. Kommt vorbei: 21:00 bei der Eisstockbahn im Lehener Park, Salzburg.

Von emrawi.org

Ansicht der Demo, wie sie durch Lehen zieht. Neben dem Front-Transparent mit Anarchie-A und "Delogierungen stoppen!" sieht man wieder viele Fahnen, ein Hoch-Transparent mit der Aufschrift "Wohnraum für alle!" und eineverpixelte Menschenmenge.

Soifoto für Effy29. Zu sehen ist das "Wohnraum für alle!" Hoch-Transparent und ein Transparent mit "Effy lebt – Von Salzburg nach Bern". Um die Transparente herum sind viele Leute zu sehen, die meisten mit gehobener Faust. Die Leute sind verpixelt.

Autonome Wohnfabrik Direktkreditkampagne

Liebe Alle,

Die Sanierungen der letzten Monate (Elektrik, Siggerschacht) haben uns einiges an Geld gekostet. Weitere notwendige Instandhaltungsarbeiten (Dach, Keller) stehen uns noch bevor. Gleichzeitig müssen einige Direktkredite zurückgezahlt werden.
Wir brauchen also wieder mal Unterstützung in Form neuer Direktkredite. Ansonsten könnt ihr uns auch helfen, in dem ihr diesen Aufruf teilt. Alle notwendigen Infos zur Vergabe von Direktkrediten findet ihr hier: https://autonome-wohnfabrik.at/mitmachen.php?page=1
(der Fortschrittsbalken ist nicht aktuell)

Solidarische Grüße
AWF Bewohner:innen

Für eine Zapatistische Delegation in Österreich

Zeichnung einer Zapatista mit langem wehendem Haar und rotem Tuch vorm Gesicht. Die Person hat einen Patronengürtel umgehängt, in dem Blumen stecken.

Im Sommer dieses Jahres plant eine Delegation von 120 Zapatistas aus Mexiko, die meisten Frauen, begleitet von 40 Vertreter*innen des Indigenen Nationalkongresses und indigener Umweltorganisationen, Europa zu bereisen. Die Zapatistas wollen mit dem „Europa von unten“ zusammentreffen – also mit kapitalismuskritischen Menschen, Gruppen und Initiativen, die ebenfalls an einer anderen Welt mitbauen.

Zur Zeit formieren sich in ganz Europa Komitees, um diese wichtige Kontaktaufnahme zwischen Globalem Süden und Globalem Norden zu koordinieren. So auch in Österreich, wo eine breite Allianz von Organisationen und Personen im Entstehen ist. Gedacht wird bisher an eine Karawane, also eine recht spektakuläre gemeinsame Bewegung (vielleicht von Salzburg nach Wien?); an ein mehrtägiges Begegnungsfestival in Wien, bei dem Diskussionen von Akteurinnen und Aktivistinnen möglichst vieler antikapitalistischer Initiativen aus möglichst vielen Bereichen zu möglichst vielen Themen – coronasicher, also vermutlich Open Air – möglich sein sollten; sowie an kleinere Gruppen, die in andere Bundesländer reisen und dort Aktivist*innen treffen (Innsbruck, Salzburg, Linz, Graz, ein Besuch am Peršmanhof in Südkärnten, ein weiterer im Burgenland, etc.).

Erfahrungen aus dem letzten Sommer, was Corona-sichere Veranstaltungen betrifft, fließen in diese Planung ein.

Mehr Infos und den Aufruf zur Mitarbeit gibt es auf zapalotta.org!

Spenden an:
Solidaritätskomitee Mexiko Salzburg
IBAN: AT81 2040 4000 4148 1813
BIC: SBGSAT2SXXX
Verwendungszweck: ZapaTourAustria

Spontan-Demonstration gegen Femizide und das ganze verdammte Patriarchat

Halb-schräge Ansicht der Spontan-Demonstration. Neben dem Front-Transparent mit der Aufschrift "Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle!" ist ein dunkles Seiten-Transparent sichtbar. Darauf steht "Ni una menos!" Auf dem Foto sind gut 15 bis 20 vermummte Personen zu sehen. Inmitten der Menge hält jemand Pyro-Technik hoch – die Demo ist dadurch rot erleuchtet, um die Personen hängt ein Nebelschleier.

*English below*

Gestern Nacht wurde in Salzburg-Schallmoos eine Frau von ihrem Ex-Partner ermordet. Deshalb waren wir heute auf der Straße, denn diese Gewalt hat System und darf nicht unbeantwortet bleiben! Es handelt sich hier um keinen Einzelfall und auch nicht um ein sogenanntes Beziehungsdrama. Es ist Femizid! Der Mord der gestrigen Nacht, vom 21. auf 22. März, reiht sich ein in eine lange Liste – es ist der fünfte dokumentierte Femizid 2021 in Österreich!

Was genau sind Femizide? Der Begriff wird für die Tötung von Frauen oder von trans Männern, inter und non-binary Personen, die für Frauen gehalten werden, verwendet. Die amerikanische Soziologin und Aktivistin Diana Russell entwickelte die wohl bekannteste Auslegung: Frauen, die von Männern aufgrund ihres Geschlechts getötet werden. Der Begriff Femizide soll die Aufmerksamkeit für diese Art der Tötungsdelikte erhöhen.

Denn hinter Femiziden steckt kein individuelles Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches: Das Patriarchat. Femizide sind der Gipfel der Ungleichheit, der Gipfel der Unterdrückung und der systematischen Gewalt gegen Frauen. Femizide sind die Konsequenz der patriarchalen Verhältnisse, in denen wir immer noch leben und die uns immer noch töten.

Auch global machen Feminist_innen und Frauenrechtsorganisationen seit Jahren auf die steigenden Femizide aufmerksam. Wir wollen hier keinen Vergleich anstellen, welches Land ein „schlimmeres“ Problem mit Femiziden hat, denn wir sehen Ländervergleiche per se kritisch, da jedes Land die Zahlen anders erhebt und es braucht keine Superlative, um zu zeigen, was für ein globales Problem Gewalt an Frauen ist. Viel wichtiger ist es hingegen, sich bewusst zu machen, dass wir einen gemeinsamen Kampf kämpfen. Nehmen sie uns eine, antworten wir alle! Organisieren wir uns und bringen wir die Verhältnisse zu Fall, die Männer dazu ermutigen, Macht über Frauen als ihr Geburtsrecht zu sehen!

Keine weniger! Ni una menos! Stop femicide!

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[Salzburg] Unauthorized protest against femicides and the whole damn patriarchy

Last night (March 21 / March 22) a woman was murdered in Salzburg-Schallmoos by her ex-partner. That’s why we were on the streets today, because this violence is systemic and cannot go unanswered! This is not an individual case, and also is not a so-called “domestic dispute”. It is femicide! Last night’s murder is one on a long list – it is the sixth documented femicide in Austria in 2021!

What exactly is femicide? The term is used for the killing of women, or trans men, intersex and non-binary people who are viewed and treated as women. The American sociologist and activist Diana Russell developed the well-known definition: women who are murdered by men because of their gender. The term femicide is intended to raise awareness of these types of murders.

Because there is no one individual problem that is behind femicide, rather society as a whole: the patriarchy. Femicide is the peak of inequality, oppression, and systemic violence against women. Femicide is the result of patriarchal relationships, in which we all live and that still kill us.

Globally, feminists and women’s rights organisations have noticed the rise in femicide rates. We don’t want to determine which country has a “worse” femicide problem – we are critical of country comparisons, because data is collected differently in each country. We don’t need a superlative to show how big a problem violence against women is. On the contrary, more important is to raise awareness that we are all fighting the same fight. They take one of us – we all respond! We will organise ourselves, and bring down the men who dare to see having power over women as their birth-right.

Keine weniger! Ni una menos! Stop femicide!

Frontale Ansicht der Spontan-Demonstration. Auf dem weißen Front-Transparent steht "Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle!"

Frontale Ansicht der Spontan-Demonstration. Neben dem Front-Transparent mit der Aufschrift "Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle!" ist ein dunkles Seiten-Transparent sichtbar. Darauf steht "Ni una menos!" Auf dem Foto sind gut 15 bis 20 vermummte Personen zu sehen. Inmitten der Menge hält jemand Pyro-Technik hoch – die Demo ist dadurch rot erleuchtet, um die Personen hängt ein Nebelschleier.

Eine weitere Ansicht der Demo. Dieses mal hat jemand inmitten der Demo eine Leuchtrakete gezündet – diese fliegt über die Köpfe der Leute und explodiert mit einem roten Leuchten.

via Indymedia